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E-Book-Formatierung vs. Printlayout

    Herr Meyer stellt sich vor
    Herr Meyer stellt sich vor

    Print und E-Book: ein Manuskript, zwei Formate

    Viele Selfpublisher:innen veröffentlichen ihr Buch heute gleich doppelt. Print und E-Book haben denselben Inhalt – die Anforderungen an die Gestaltung sind aber verschieden. Ein Printbuch hat ein festes Layout, das nach dem Druck unverändert bleibt. Ein E-Book dagegen passt sich dem Gerät und den Einstellungen seiner Leser:innen an.

    Wer diesen Unterschied kennt, trifft von Anfang an bessere Entscheidungen: bei der Wahl der Schrift, beim Umgang mit Bildern und Tabellen und bei der Frage, welche Gestaltungselemente in welchem Format überhaupt funktionieren.

    Festes Layout gegen fließenden Text

    Im Printbuch ist alles festgelegt: Satzspiegel, Schrift, Schriftgrad, Zeilenabstand und Seitenumbruch. Jede Seite sieht in jedem Exemplar gleich aus. Genau das ermöglicht feine typografische Arbeit – ausgeglichene Seiten, keine Hurenkinder und Schusterjungen, bewusst gestaltete Kapitelanfänge.

    Im E-Book fließt der Text dagegen frei. Leser:innen können Schriftgröße, Schriftart und Zeilenabstand selbst einstellen, und je nach Gerät und Einstellung verteilt sich der Text jedes Mal anders. Eine „Seite“ gibt es nur auf dem Bildschirm, den man gerade vor sich hat.

    Typografie: Kontrolle im Druck, Spielraum im E-Book

    Für ein Printbuch wird die Schrift gezielt ausgewählt, damit sie zum Inhalt passt und gut lesbar ist. Im E-Book ist diese Kontrolle eingeschränkt: Viele Lesegeräte verwenden eigene Standardschriften, oder Leser:innen wählen ihre Schrift selbst. Wichtiger als die einzelne Schrift ist hier eine saubere Struktur – klar ausgezeichnete Überschriften, Absätze und Hervorhebungen, die mit jeder Schrift und jeder Größe funktionieren.

    Bilder, Tabellen und Grafiken

    Im Printbuch lassen sich Bilder und Tabellen exakt auf der Seite platzieren. Im E-Book müssen sie auf ganz unterschiedlichen Bildschirmen funktionieren – vom Smartphone bis zum E-Reader mit Schwarzweiß-Display. Breite Tabellen und detailreiche Grafiken, die im Druck gut aussehen, sind auf einem kleinen Bildschirm oft schwer lesbar und brauchen im E-Book eine eigene Lösung.

    Seitenzahlen, Inhaltsverzeichnis und Verweise

    Printbücher arbeiten mit festen Seitenzahlen. Inhaltsverzeichnis, Register und Verweise wie „siehe Seite 57“ bauen darauf auf. Im E-Book gibt es keine festen Seitenzahlen, weil sich der Umbruch ständig ändert. An ihre Stelle treten ein anklickbares Inhaltsverzeichnis und Links, die direkt zur richtigen Stelle führen.

    Das E-Book per Klick aus der Druckvorlage

    Bei Anbietern wie BoD lässt sich das E-Book sehr einfach mit einem Klick automatisch aus dem PDF des Printbuchs erzeugen. Umso wichtiger ist, dass schon die Druckvorlage sorgfältig gesetzt ist: Sie ist dann die Grundlage für beide Ausgaben.

    Professioneller Buchsatz als Grundlage

    Auf den ersten Blick wirkt die Gestaltung eines Buches einfach. Die unterschiedlichen Anforderungen von Print und E-Book zeigen aber, wie viele Entscheidungen dahinterstecken. Ein professionell gesetztes Buch sorgt dafür, dass Ihre Leser:innen ein durchdachtes, gut lesbares Buch in den Händen halten – ob gedruckt oder auf dem Bildschirm.