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Einen Verlag finden

    Herr Meyer: Ich erstelle aus Ihrem Manuskript ein Buch – zum fairen Preis, 100 % transparent, absolut zuverlässig
    Herr Meyer stellt sich vor

    Einen Verlag finden – das klingt zunächst einfach: Manuskript fertig schreiben, an ein paar Verlage schicken, auf die Zusage warten. Und tatsächlich ist der erste Schritt leicht gemacht. Wer aber genauer hinschaut, merkt schnell: Zwischen dem fertigen Manuskript und dem gedruckten Buch im Verlagsprogramm liegen viele Hürden, an denen die meisten Autorinnen und Autoren scheitern. In diesem Beitrag erfahren Sie, welche das sind und wie Sie sie überwinden.

    Warum überhaupt ein Verlag?

    Ein Verlag übernimmt, was Sie allein kaum leisten können: Lektorat, Covergestaltung, Druck, Vertrieb und Marketing. Steht ein Verlag hinter Ihrem Buch, bedeutet das Sichtbarkeit, Ansehen und die Chance, in den Buchhandlungen zu liegen. Kein Wunder, dass so viele Autorinnen und Autoren diesen Weg gehen wollen. Genau das ist aber auch das Problem: Viele Verlage erhalten jede Woche unzählige Manuskripte und können nur einen winzigen Teil davon veröffentlichen.

    Die erste Hürde: Welcher Verlag passt zu Ihrem Buch?

    Verlag ist nicht gleich Verlag. Wer wahllos einreicht, verschwendet Zeit und verbrennt Chancen. Diese Verlagsarten sollten Sie unterscheiden können:

    • Großverlage: Sie haben große Budgets für Marketing und Vertrieb, nehmen aber nur selten unbekannte Autorinnen und Autoren unter Vertrag. Viele nehmen Manuskripte nur noch über Literaturagenturen an.
    • Mittelgroße Verlage: Sie sind offener für neue Talente, haben aber ein klares Profil. Passt Ihr Buch nicht genau hinein, haben Sie keine Chance.
    • Kleinverlage: Sie sind oft auf bestimmte Genres spezialisiert, etwa Fantasy, Krimi oder Sachbuch, und betreuen persönlich, haben aber wenig Geld für Marketing und veröffentlichen nur wenige Titel im Jahr.
    • Vorsicht bei sogenannten Hybridverlagen: Hinter diesem Begriff verbergen sich häufig Druckkostenzuschussverlage. Sie verlangen von Ihnen Geld für die Veröffentlichung, oft mehrere tausend Euro, leisten aber kaum Lektorat, Marketing oder Vertrieb. Sie verdienen an den Autorinnen und Autoren, nicht am Verkauf der Bücher. Merken Sie sich: Ein seriöser Verlag verlangt kein Geld von Ihnen. Mehr dazu lesen Sie in meinem Beitrag Druckkostenzuschussverlage.

    Welcher Verlag zu Ihrem Buch passt, erkennen Sie nicht am Namen, sondern nur an seinem Programm, seinen Einreichungsbedingungen und seinem Ruf in der Branche. Diese Recherche kostet Zeit und Erfahrung.

    Die zweite Hürde: Ihre Unterlagen müssen überzeugen

    Lektorinnen und Lektoren entscheiden oft nach wenigen Seiten, manchmal schon nach dem Anschreiben. Was Sie einreichen, muss deshalb auf Anhieb überzeugen:

    • Das Manuskript: Bei Belletristik erwarten die meisten Verlage ein fertiges Manuskript. Rechtschreibfehler, logische Brüche oder ein schwacher Anfang bedeuten meist das sofortige Aus. Ohne professionelles Lektorat gehen Sie ein hohes Risiko ein.
    • Das Exposé: Auf ein bis zwei Seiten müssen Sie Handlung, Figuren und Besonderheiten Ihres Buches so zusammenfassen, dass der Verlag neugierig wird. Das ist eine eigene Kunst, und viele Autorinnen und Autoren unterschätzen sie.
    • Die Zielgruppe: Verlage wollen wissen, für wen Ihr Buch geschrieben ist und wie es sich verkaufen lässt. „Für alle“ ist keine Antwort.
    • Das Anschreiben: Es muss kurz, persönlich und auf genau diesen Verlag zugeschnitten sein. Ein Serienbrief fällt sofort auf und landet im Stapel der Absagen.

    Die dritte Hürde: Einreichen, warten, Absagen verkraften

    • Einreichungsregeln: Jeder Verlag hat eigene Vorgaben. Manche wünschen nur Exposé und Leseprobe, andere das vollständige Manuskript, manche nehmen gar keine unverlangten Einsendungen an. Wer die Regeln nicht genau befolgt, wird aussortiert, ohne dass jemand eine Zeile gelesen hat.
    • Warten: Antworten können Monate dauern. Viele Verlage antworten gar nicht.
    • Absagen: Selbst gute Manuskripte werden oft abgelehnt, meist ohne Begründung. Sie erfahren also nicht, was Sie besser machen könnten.

    Die vierte Hürde: Literaturagenturen

    Weil viele größere Verlage bevorzugt mit Agenturen arbeiten, führt der Weg dorthin oft über eine Literaturagentur. Doch auch Agenturen wählen streng aus und nehmen nur einen kleinen Teil der Anfragen an. Für Sie heißt das: Sie müssen zuerst eine Agentur überzeugen, bevor überhaupt ein Verlag Ihr Manuskript sieht.

    Die fünfte Hürde: der Vertrag

    Wenn ein Verlag zusagt, ist die Freude groß. Gerade jetzt sollten Sie aber genau hinsehen:

    • Vertrag prüfen lassen: Lassen Sie den Vertrag von einer Fachanwältin oder einem Fachanwalt für Urheberrecht prüfen. Achten Sie auf Vergütung, Laufzeit und die Rechte an Ihrem Werk, etwa für E-Book, Hörbuch, Übersetzungen oder Verfilmung.
    • Leistungen klären: Ist ein Lektorat enthalten? Wie sieht das Marketing aus? Welche Auflage ist geplant?
    • Beteiligung: Üblich ist eine Beteiligung am Verkaufspreis. Ob die angebotenen Konditionen fair sind, können Sie nur beurteilen, wenn Sie die üblichen Werte kennen.

    Die häufigsten Fehler

    • Unzureichende Recherche: Passt der Verlag nicht zum Genre, bleibt das Manuskript ungelesen.
    • Zu früh einreichen: Ein unlektoriertes Manuskript oder ein schwaches Exposé verspielt die Chance bei diesem Verlag, meist endgültig.
    • Auf einen Zuschussverlag hereinfallen: Verlangt ein Verlag Geld für die Veröffentlichung, sollten Sie misstrauisch werden, auch wenn das Angebot schmeichelhaft klingt. Eine schnelle, begeisterte Zusage mit Rechnung ist ein Warnsignal.
    • Feedback ignorieren: Wenn ein Verlag doch einmal eine Rückmeldung gibt, ist sie wertvoll. Nehmen Sie sie ernst.

    Und wenn es mit dem Verlag nicht klappt?

    Dann ist Selfpublishing eine echte Alternative. Plattformen wie Amazon KDP, Books on Demand oder Tolino Media machen Ihr Buch gedruckt und digital zugänglich. Doch auch dieser Weg hat seine Tücken: Lektorat, Buchsatz, Cover und Marketing liegen dann ganz bei Ihnen. Welcher Weg für Ihr Buch der richtige ist, hängt von Ihren Zielen, Ihrem Genre und Ihrem Manuskript ab.

    Sie müssen diesen Weg nicht allein gehen

    Verlagssuche ist kein Glücksspiel, aber sie verzeiht wenig Fehler. Genau hier setzt meine Autorenberatung an. Gemeinsam klären wir, ob der Weg über einen Verlag oder Selfpublishing für Ihr Buch der richtige ist, welche Verlage wirklich zu Ihrem Manuskript passen, wie Ihr Exposé und Ihr Anschreiben überzeugen und woran Sie unseriöse Angebote erkennen. So vermeiden Sie die typischen Fehler und gehen gut vorbereitet ins Rennen.

    Sprechen Sie mich an: Schicken Sie mir eine kurze Anfrage zu Ihrem Buchprojekt.